1. Was motiviert Sie persönlich am stärksten, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren?
- Miltenberg wird zu viel verwaltet und zu wenig gestaltet. Unsere Stadt steht vor großen Herausforderungen, zum Beispiel beim knappen Wohnraum oder der schlechter werdenden Ärzteversorgung. Ich will diese Aufgaben anpacken und lösen. Ich habe nicht nur Ideen und die notwendige Kreativität, sondern auch konkrete Lösungsvorschläge. Die möchte ich als Bürgermeisterin umsetzen, um unsere Stadt fit für die Zukunft zu machen.
2. Neben den großen politischen Zielen: Welche kleine, aber feine Verbesserung im Alltag der Menschen Ihrer Gemeinde liegt Ihnen besonders am Herzen?
- Das Miteinander in der Stadt. Dazu gehört zum Beispiel, dass Jugendliche oder Senioren bei den Entscheidungen der Stadt besser gehört und berücksichtigt werden. Dazu gehört die Unterstützung unserer Vereine und Initiativen, zum Beispiel durch kostenlose Raumangebote, wie sie woanders in Bürgerhäusern bestehen und wo die Nutzerinnen und Nutzer sich ihre Getränke auch selbst mitbringen können. Miltenberg braucht insgesamt mehr Begegnungsmöglichkeiten.
3. Was sagen Sie Menschen, die meinen: „Die da oben machen eh, was sie wollen”?
- Gerade die Kommunalpolitik bei uns in der Stadt und im Landkreis ist nicht weit weg von den Menschen. Alle Wahlberechtigten haben die Möglichkeit, mitzumachen und sich zum Beispiel für den Stadtrat aufstellen zu lassen. Dafür muss man nicht einmal Mitglied einer Partei sein. Hier gibt es kein „die da oben“. Wir können alle mitreden, wenn es um unsere Stadt und unseren Kreis geht. Und ich finde es wichtig, dass das möglichst viele Menschen tun – auch wenn es manchmal anstrengend ist.
4. Gibt es ein verborgenes Talent oder Hobby, das die wenigsten Menschen von Ihnen erwarten würden?
- Ich bin gut darin, Ikea-Möbel zusammenzubauen – weil ich mir vorher die Anleitung gründlich anschaue.
5. Welchen besten Ratschlag haben Sie jemals erhalten, von wem kam er, und wenden Sie diesen Rat heute noch an?
- „Wir müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.“ Der Satz von Mahatma Gandhi ist kein Ratschlag im eigentlichen Sinn, aber für mich ein wichtiger Leitsatz: Wenn ich möchte, dass sich etwas zum Positiven verändert, muss ich schauen, wo ich damit bei mir selbst anfangen kann.
6. Mit welchem Prominenten – lebendig oder historisch – würden Sie gerne einmal zu Abend essen und warum gerade mit dieser Person? Was würden Sie sie fragen?
- Mit Dunja Hayali, die ich für ihre journalistische Arbeit und ihre Haltung schätze. Ich würde gerne mit ihr über den Einfluss der Sozialen Netzwerke auf Informationen und Stimmung in der Gesellschaft sprechen. Und ich würde gerne von ihr wissen, welche Chancen sie dafür sieht, dass seriöser, verlässlicher Journalismus gegen die Verbreitung von Falschnachrichten und Hassbotschaften im Internet besteht.
7. Wenn Sie nur einen Satz hätten, um die Bürgerinnen und Bürger davon zu überzeugen, dass Sie die richtige Wahl für das Bürgermeisteramt sind – wie würde dieser lauten?
- Ich bin die richtige Wahl, weil ich bei allem, was ich tue, eine lebenswerte Zukunft für Miltenberg in den Mittelpunkt stelle.